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Muskelaufbau verbessert Lebensqualität

Physiotherapie vor Knie- und Hüftgelenk-Operationen sinnvoll

Laut einem Bericht der „Organisation for Economic Co-operation and Development“ OECD) aus dem Frühjahr 2013 ist Deutschland Spitzenreiter bei endoprothetischen Operationen. Wer seine Muskeln gezielt mit physiotherapeutischen Maßnahmen stärkt, kommt nach einem solchen Eingriff schneller wieder auf die Beine oder kann eine Operation sogar hinauszögen – das belegen verschiedene Studien.

Pro Jahr werden deutschlandweit über 100.000 Hüft- und Kniegelenk-Operationen durchgeführt. Damit liegt Deutschland innerhalb Europas an der Spitze. Dabei kommen die Diagnosen, wie Arthrose im Knie und Hüftdysplasie, häufig nicht plötzlich. Die meisten Betroffenen haben über Monate, wenn nicht Jahre, Schmerzen in den erkrankten Gelenken. Viele verfallen dann in Schonhaltungen, um die Beschwerden zu lindern. Die Folge: Fehlstellungen, Verspannungen und eine Schwächung der Muskulatur an den betroffenen Gelenken. Und genau da liegt das größte Problem. Verkümmern Oberschenkel- und Wadenmuskeln aufgrund einer falschen Haltung, können sie das erkrankte Gelenk nicht mehr ausreichend unterstützen. Daher ist der gezielte Muskelaufbau bei Gelenkbeschwerden häufig die wichtigste Therapieoption. Kommt es schließlich doch zu einer Hüft- oder Knie-Operation mit einem künstlichen Gelenk, sind Patienten, die vor der Operation physiotherapeutisch unterstützt wurden, schneller wieder auf den Beinen, als Patienten die beispielsweise nur Sport treiben. Das bestätigen mehrere Studien. Spezielle Sport- und Muskelaufbauprogramme reduzieren Schmerzen und verbessern die Beweglichkeit.

 

 

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